Yoga und Achtsamkeit

 

ist heute in aller Munde. Es ist ein regelrechter Boom, den ich zum einen sehr begrüße, zum anderen aber verwundert den Kopf darüber schüttele und ein fast schon brennendes Verlangen in mir ausgebrochen ist den Menschen zu erklären, was Yoga tatsächlich ist. 

 

Yoga ist eine mindestens zwei Jahrtausende alte Geisteswissenschaft. Manche behaupten sogar, Yoga wäre schon über 5000 Jahre alt. Beindruck bin ich davon, dass alle heutigen Yogarichtungen sich auf einen Yogaweisen und seine Sutren berufen: Patanjali. Forscher schätzen, dass er irgendwann zwischen 200 vor bis 200 nach Christi Geburt gelebt hat. Er war der erste Yogagelehrte, der die 195 Sutren (wörtlich übersetzt "Leitfaden") nieder geschrieben hat. Jeder ernsthafte Yogaaspirant musste die 195 Sutren in Sanskrit auswendig können und erst dann begann die 1 : 1 Unterweisung des Lehrers zum Schüler über die tatsächliche Bedeutung jedes einzelnen Satzes. Eine wörtliche Übersetzung ist nicht möglich, da die Tiefe jeder Sutra nur durch das Erfahren und Erkennen mit Hilfe eines Lehrers möglich ist.

 

Wenn jemand heute Yoga übt, dann rennt er mit einer Matte unter dem Arm in eine Studio und konsumiert eine Stunde, in der auch gerne mal 30 Teilnehmer Matte an Matte platziert sind. Yoga "machen" bedeutet heute vorrangig Asanas, die Körperhaltungen, zu praktizieren. Super war die Stunde, wenn so richtig geschwitzt wurde.... Langsam kommt man glücklicher Weise davon wieder ab.

 

Liest man die 195 Sutren in ihren verschiedenen Auslegungen, dann handelt gerade mal eine einzige von den Körperhaltungen. In der Sutre 2.46 steht: "Asana sollen gleichermaßen die Qualitäten Stabilität und Leichtigkeit haben". Die restlichen 194 Sutren erklären den Geist, wodurch er geprägt ist, wie er funktioniert und welche Möglichkeiten ein Mensch hat nicht Opfer seines Geistes zu sein, sonderen den Geist zu nutzen, um ein glücklicher, gesunder und freier Mensch zu werden - das klingt schon fast nach Erleuchtung ... !

 

Das gängige Stundenbild in Yogaklassen ist für uns westliche Menschen sicher im ersten Schritt passend. Über den Körper kann der Yogalehrer die Schüler abholen und für das eigentliche Yoga vorbereiten. Pranayama (Atemtechnik) und dann die unterschiedlichen Stufen der Meditation sollten aber auch unbedingt folgen. Jetzt beginnt Yoga als Geistes- und Erfahrungswissenschaft. Yoga nach Patanjali ist eine von Esoterik und Religion befreite, seit Jahrtausenden unverfälschte Technik zur Ausrichtung des Geistes, der eine Klärung der eigenen Gedanken und Emotionen ermöglicht. Dadurch kann ein Gefühl von heil und frei sein entstehen.

 

Yoga im Einzelunterricht, in meinen Räumlichkeiten in der Altstadt von Augsburg, nutze ich bei Bedarf um einen Einstig in das Geistigen Heilen zu erleichtern und die Ergebnisse dem Geistigen Heilen für den Klienten bewusst in den Alltag zu integrieren. Das Spektrum von Yoga reicht von Körperhaltungen und Atemübungen, Meditations-, Achtsamkeits- und Entspannungsübungen, bis hin zum Überdenken von Ernährungsgewohnheiten aus Sicht der Yogaphilosophie.

 

 

Aktuell gebe ich keine regelmäßigen Yoga-Gruppenstunden mehr.

 

Yoga als Grundlage für energetische Coachings erhalten Sie in meiner Praxis.